Schichtplanung Grenzen aktiv werden verdi
Bunter Vogel Bunter Vogel

Buch der 100 Fragen

Arbeitsrecht ist konkret. Müssen wir rumraten, können wir nur schlecht beraten.
Tarif oder AVRzusatzTarif oder AVR
→ TVöD-K, TVöD-B, TV-L,
→ TV AWO, BAT.
→ Die AVR der Caritas behandeln sehr ungleich.
    Gib daher den Beruf an und die
    Branche — Krankenhaus, Pflege, SuE, Arzt
→ AVR DD (vormals AVR DW EKD), BAT-KF
Genaue Angabe oder tariflos.
? Schicht- und Nachtarbeit? WerzusatzWer vertritt Dich?
Betriebsrat, Personalrat, MAV, schutzlos.
vertritt Dich?
Ohne diese Mindestangaben droht die Löschung Deiner Frage!

Buch der 100 Fragen

Stell hier Deine eigene Frage ...

[1] 2 ...20Weiter

Natalie
Frage # 961
22.06.2021 | 11:34
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO P4,
Stationäre Pflegeeinrichtung, Drei-Schicht, 50% Stellenanteil
Nachtfrage zu # 959

Nach einem Gespräch mit der Personalabteilung bin ich noch verwirrter.
Mir wurde mitgeteilt, dass das Lohnberechnungsprogramm eine eventuelle Wechselschichtzulage berechnet und dies würde sich niemals irren.
Mir kann also niemand beantworten,ob mir eine Wechselschichtzulage zusteht oder nicht.

Die vergangenen drei Monate sind ein gutes Beispiel, da ich jeden Monat alle drei Schichten arbeite und zwischen den Nachtdiensten nie mehr als drei Wochen liegen.

April 2021:
02.04.- S
03.04.- S
05.04.- F
06.04.- S
08.04.- S
09.04.- N
10.04.- N
11.04.- N
14.04.- F
15.04.- F
19.04.- S
21.04.- N
22.04.- N

Mai
01.05.- N
02.05.- N
05.05.- S
15.05.- F
16.05.- F
19.05.- F
26.05.- N

Juni
18.06.- S
19.06.- N
20.06.- N
24.06.- F
25.06.- F

:

Du wendest Dich nun an die MAV:
»Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Ihr überwacht unter anderem die Einhaltung der kircheneigenen Arbeitsbedingungen (AVR Caritas Anl. 32). Entgegen der Bestimmungen in § 4 (1) und § 6 (4) dort wird mir die anteilige Wechselschichtzulage nicht gezahlt. In der Folge werden mir auch die entsprechenden Zusatzurlaubstage nicht gewährt.
Die Pflegedienstleitung bestätigt, dass dies der 'unfehlbaren Automatik' der Personalbuchhaltung übergeben wurde und daher systematisch offenbar alle Beschäftigten mit ähnlichen Bedingungen betroffen sind.
Bitte unterstützt mich -
a) mit einer schriftlichen Geltendmachung meiner Ansprüche bezüglich der Korrektur meiner Urlaubsansprüche (Restzusatzurlaub aus 2020, neuer Zusatzurlaub 2021), die ja unterjährig bei Erfüllung der Bedingungen entstehen.
b) mit einer schriftlichen Geltendmachung meiner austehenden anteiligen Ansprüche auf monatlich 52,50 € Wechselschichtzulage für die zurückliegenden 6 Monate
c) mit einer für alle Kolleginnen in ähnlicher Situation zeitnahen Korrektur der betrieblichen Praxis.
Gern komme ich in den nächstern Tagen bei Euch vorbei, um etwa die von Euch vorbereitete Geltendmachung mit zu unterschreiben.
Liebe Grüße ... «
Klaus
Frage # 960
21.06.2021 | 18:36
AVR Caritas  (Anlage 33), MAV / MAVO 24/7

verzagt Ich bin seit ca. fünfzehn Jahren in einer Einrichtung der Caritas (Anlage 33) beschäftigt.
Nun wechsele ich zum 01.07.2021 in eine Einrichtung der Diakonie.
Steht mir die Jahressonderzahlung der Caritas für die Monate Januar bis Juni zu?

:

Nein.
Viele neue Arbeitgeber lassen sich darauf ein, diese Differenz z.B. nach Ende der Probezeit an Dich als Wechsler zu zahlen.
Natalie
Frage # 959
21.06.2021 | 14:17
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO P4 Stufe 3

Pflegehelferin, mit 0,5 Stellenanteil in einer stationären Pflegeeinrichtung, im 3-Schichtsystem.
In den vergangenen Monaten sah die Schichtverteilung folgendermaßen aus:
Februar: 3xF, 1xS, 6xN
März: 2xF, 3xS,3xN
April:3xF, 5xS, 5xN
Mai: 3x F, 1xS, 3x N
Juni: 2x F, 1x S, 2x N
Die Arbeitszeit in der Nacht beträgt abzüglich Pause 8,5 Stunden.
Steht mir eine Wechselschichtzulage zu?
Die Schichtzulage von 40 €/Monat erhalte ich.
Unsere MAV kann mir leider keine genaue Auskunft geben.

:

Die AVR Anl. 32 regeln in § 4 Abs. 1 -
Wechselschichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan/Dienstplan, der einen regelmäßigen Wechsel der täglichen Arbeitszeit in Wechselschichten vorsieht, bei denen der Mitarbeiter längstens nach Ablauf eines Monats erneut zu mindestens zwei Nachtschichten herangezogen wird. Wechselschichten sind wechselnde Arbeitsschichten, in denen ununterbrochen bei Tag und Nacht, werktags, sonntags und feiertags gearbeitet wird. Nachtschichten sind Arbeitsschichten, die mindestens zwei Stunden Nachtarbeit umfassen.

Die AVR Anl. 32 regeln in § 6 Abs. 4 -
Mitarbeiter, die ständig Wechselschichtarbeit leisten, erhalten eine Wechselschichtzulage von 105,- € monatlich, ab 01.03.2021 155,00 Euro.
Mitarbeiter, die nicht ständig Wechselschichtarbeit leisten, erhalten eine Wechselschichtzulage von 0,63 € pro Stunde, ab 01.03.2021 0,93 Euro.


Du musst also Monat für Monat überprüfen, ob Du spätestens binnen 31 Tagen erneut zu mindestens zwei Nachtschichten eingeteilt wirst. Die Einplanung genügt; an deren tatsächlicher Leistung magst Du allerdings im Folgeschritt durch Urlaub / AU / Arbeitsbefreiung verhindert sein.
Eira
Frage # 958
16.06.2021 | 17:20
MAV
Nacht-Schlafbereitschaft in einer Senioren-WG mit 24 Bewohnern auf 2 Etagen verteilt.

Ich hatte für die 2. Aprilhälfte einen Urlaubsantrag gestellt.
Als der Dienstplan Ende März ausgelegt wurde, war für mich kein Urlaub eingetragen. Also habe ich das als nicht genehmigt gewertet.
In der entsprechenden Zeit wurde ich 3 mal angerufen, ob ich einspringen könnte, konnte ich aber nicht. Als ich im Ende Mai den Leistungsnachweis bekam, mit dem man ja den Dienstplan vergleichen soll, ob alles passt, war auf diesem mein Urlaub eingetragen. Ich habe das durchgestrichen und daneben geschrieben, dass das so nicht im Dienstplan stand und auch nicht nachträglich im Dienstplan, und dann noch einseitig, eingetragen werden darf.
Jetzt kam meine Abrechnung, und es waren doch tatsächlich meine Urlaubstage abgerechnet. Dasselbe habe ich im November gehabt, da habe ich in der Buchhaltung angerufen, die Sache erklärt, und da wurde mir gesagt, dass nach Dienstplan abgerechnet wird, ich sollte bei der PDL anrufen und das klären. Habe ich gemacht, sie sagte nur, das wäre ein Versehen gewesen, wahrscheinlich wäre das aus dem Grund nachträglich eingetragen, weil schon fast Jahresende war und ich noch ein paar Urlaubstage hatte. Sie versprach mir, dass das nicht wieder vorkommen würde. Und nun ist es doch wieder passiert. Ich habe keine große Lust, mich wieder mit ihr und dem Thema auseinander zusetzen.
Muss ich das jetzt doch, oder habt Ihr einen anderen Vorschlag?
Vielleicht sollte ich mich mit dem Betriebsrat mal besprechen?

:

Schade, dass Du - trotz unserer ausdrücklichen Hinweise - sowohl nichts über eine Mitarbeitervertretung als auch über einen Betriebsrat berichtetst.
Schade, dass Du - trotz unserer ausdrücklichen Hinweise - nichts über Deine Bezüge im Arbeitsvertrag auf Tarif oder AVR schreibst.

Deine Schilderung lässt offen, ob Du nun während der von Dir als Urlaub beantragten Spanne gearbeitet hast. Falls ja, muss der Arbeitgeber dieses Arbeitszeit aufzeichnen (dokumentieren).
An diesen Tagen wurde Dir kein Urlaub gewährt. Du hast da auch keinen Deiner Urlaubsanspruchstage verbraucht.
Anni
Frage # 957
15.06.2021 | 15:11
AVR.DD , MAV/ MVG.EKD

Ist ein Abmahnung rechtskräftig, wenn ich in meinem Urlaub angerufen werde?
Ist die MAV mitbestimmungspflichtig bei der Abmahnung?

:

"Rechtskräftig" wird eine Abmahnung, wenn
* Du Deinem Arbeitgeber eine tatsächliche Vertragsverletzung (zu wenig gezahlt; zu viel arbeiten lassen; Gesundheitsschutz verletzt ...) vorhälst
* Dein Arbeitgeber Dir eine tatsächliche Vertragsverletzung vorhält.

In beiden Fällen muss die andere Seite (in diesem Fall wohl: Dich) die Beschreibung dieser Verletzung samt Aufforderung, zukünftig vertragskonform zu handeln, erreichen.
Ein bloßer Anruf ist im Zweifelsfall später schwer zu beweisen. Pech für den Chef.

Die MAV hat mit Streitereien um den Arbeitsvertrag wenig zu tun.
Martha
Frage # 956
14.06.2021 | 19:52
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO Schichtarbeiterin

Mein Ausgleichzeitraum endet am 30.06.2021.
Was kann ich meinem Arbeitgeber schreiben um meine Stunden ab 01.07.2021 auf null zu stellen?
Von selbst macht das der Arbeitgeber nicht.
Muss Mann straf stellen?

:

Du mailst an die Mitarbeitervertretung (MAV) -
»Liebe Kolleginnen und Kollegen, I
Ihr bestimmt die Verteilung meiner Arbeitszeit auf die Tagen über die Wochen hinweg mit - im Rahmen der Gesetze und des AVR. Mal muss ich mehr arbeiten, vielleicht auch mal weniger. Zum Abschluss des von Euch mitbestimmt festgelegten Ausgleichszeitraums soll sich die vertragliche Zeitschuld und die tatsächliche Verteilung ausgleichen (§ 2 Abs. 2 und § 4 Abs. 8c der Anl. 32) .
Bitte sorgt dafür, dass ich nicht versehendlich mehr als vereinbart eingeteilt werde. Denn: Im Betrieb ist die vertragliche Vergütung dieser Arbeitszeit gemäß § 6 Abs. 1 der Anl. 32 nicht üblich. Für die Leistung von Überstunden oder Mehrarbeit fehlt bereits eine in § 2 Abs. 5 der Anl. 32 verlangte 'begründete dienstliche oder betriebliche Notwendigkeit'. Ich will nicht über die fällihe Zeitschuld hinaus arbeiten,
Bitte teilt mir zeitnah mit, wie Ihr dies erreicht.
Liebe Grüße .....«
Verena
Frage # 955
11.06.2021 | 11:04
TV-L KR PR

Schichtdienst, angestellte Krankenschwester, Justizvollzug verzagt

Ich habe hier vor 2016 angefangen zu arbeiten. Damals bot man mir nur KR 7a Stufe 3, trotz (mit Ausbildung) 17 Jahren Berufserfahrung. Begründung ich hätte noch nie in einer Ambulanz gearbeitet und keine Vollzugserfahrung. auf die Klausel auch höher gruppieren zu können bei Personalmangel ist man aus vorgenannten Gründen nicht eingegangen.
Jetzt kommen 2 neue Kolleginnen, beide weniger Berufsserfahrung, als ich damals, beide nicht im öffentlichen Dienst und sollen sofort KR 4 bekommen! Da hab ich nichts gegen, finde es auch angemessen, dass die Berufserfahrung gewürdigt wird.

Was kann ich machen, damit ich nun auch höher eingruppiert werde. Bin 5 Jahre hier und musste mir die 4 erst verdienen?! Das ist nicht fair

:

Die Schichtplan-Fibel beschränkt sich auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten.
Bella
Frage # 954
11.06.2021 | 00:10
AVR MAV

Ich arbeite in einer Einrichtung für schwerkranke Menschen.

Wie überall haben wir auch unsere Dienstplan-Probleme, da unser Chef einfach keinen anständigen Dienstplan zustande bringt.

Nun habe ich aktuell 2 Früh, 4 Nacht, Ausschlaftag, 1 Tag frei und danach Spät.
Vorher waren immer 2 Tage frei plus den Ausschlaftag.

Die MAV meinte Sie könne nix machen, denn es sei rechtens.

:

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln. Wenn Du uns schreibst, was da genau bei Dir wirkt und gilt, können wir mehr raten.

Deine MAV hat nur im Rahmen von Gesetzen und AVR ihr MItbestimmungsrecht. Sie kann also überhaupt nur zustimmen, falls sich eine beabsichtigte Maßnahme des Arbeitgebers in diesem Rahmen hält ("rechtens" wäre).
Frag die MAV, ob sie dem Plan so zugestimmt hat.

Katha
Frage # 953
10.06.2021 | 22:01
TVöD-K , Betriebsrat / BetrVG
Bei uns in der Rehaklinik soll der TVöD-K arbeitsvertraglich angewendet werden. Allerdings findet der Arbeitgeber, § 6 Abs. 3, Satz 3 (Die regelmäßige Arbeitszeit vermindert sich für jeden gesetzlichen Feiertag, sowie für den 24. Dezember und 31. Dezember, sofern sie auf einen Werktag fallen, um die dienstplanmäßig ausgefallenen Stunden.) hinsichtlich der Verminderung der werktäglichen Stunden an einem Samstag gegenüber den Kollegen aus der Verwaltung ungerecht. Schließlich hätten diese doch auch nichts davon, wenn der Feiertag auf einen Samstag fällt.

:

Euer Arbeitgeber besitzt die Rehaklinik und bestimmt. Ihr tut die Arbeit in der Reheaklinik und bestimmt trotzdem nicht. Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.
Euer Arbeitgeber lässt die Kolleginnen aus der Verwaltung von Montag bis Freitag arbeiten.
Euer Arbeitgeber lässt die Pflege und Thearpie an allen Wochentagen arbeiten, in Schichtarbeit.
Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.

Der TVöD-K regelt in § 6 Abs. 3 Satz 3 etwas anders als Du schreibst:
Die regelmäßige Arbeitszeit vermindert sich für den 24. Dezember und 31. Dezember,
sofern sie auf einen Werktag fallen, um die dienstplanmäßig ausgefallenen
Stunden.


Über die Feiertage regelt er stattdessen in § 6.1 -
In Ergänzung zu § 6 Abs. 3 Satz 3 und Abs. 5 gilt für Sonn- und Feiertage
Folgendes:
(1) 1Die Arbeitszeit an einem gesetzlichen Feiertag, der auf einen Werktag fällt, wird durch eine entsprechende Freistellung an einem anderen Werktag bis zum Ende des dritten Kalendermonats – möglichst aber schon bis zum Ende des nächsten Kalendermonats – ausgeglichen, wenn es die betrieblichen Verhältnisse zulassen. 2Kann ein Freizeitausgleich nicht gewährt werden, erhält die/der Beschäftigte je Stunde 100 v. H. des auf eine Stunde entfallenden Anteils des monatlichen Entgelts der jeweiligen Entgeltgruppe und Stufe nach Maßgabe der Entgelttabelle. 3Ist ein Arbeitszeitkonto eingerichtet, ist eine Buchung gemäß § 10 Abs. 3 zulässig. 4§ 8 Abs. 1 Satz 2 Buchst. d bleibt unberührt.
(2) 1Für Beschäftigte, die regelmäßig nach einem Dienstplan eingesetzt werden, der Wechselschicht- oder Schichtdienst an sieben Tagen in der Woche vorsieht, vermindert sich die regelmäßige Wochenarbeitszeit um ein Fünftel der arbeitsvertraglich vereinbarten durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, wenn sie an einem gesetzlichen Feiertag, der auf einen Werktag fällt,
a) Arbeitsleistung zu erbringen haben oder
b) nicht wegen des Feiertags, sondern dienstplanmäßig nicht zur Arbeit eingeteilt sind und deswegen an anderen Tagen der Woche ihre regelmäßige Arbeitszeit erbringen müssen.
2Absatz 1 gilt in diesen Fällen nicht. 3§ 8 Abs. 1 Satz 2 Buchst. d bleibt unbe-
rührt.


Der Tarifvertrag regelt also - je nach Arbeitszeitverteilung und Bleastung - die unterschiedlichen Rechtsfolgen für unterschiedliche Fallgruppen.
Es steht dem Arbeitgeber frei, auch für die Verwaltung den Absatz 2 auszuprobieren. Achtung: Manchmal stehen sich Veraltungsangestellte besser, wenn sie "entsprechenden Freistellung" bekommen, statt nur das pauschale Fünftel. Wollen sie dann verzichten?
Lini
Frage # 952
07.06.2021 | 20:48
Tvöd

Hallo! Muss ich im Monat einen Sonntagsdienst arbeiten um die vollen Schichtbezüge bzw. Zusatzurlaubstage zu erhalten?

:

TVöD § 27 Abs. 1 regelt:
Beschäftigte, die (...) ständig Schichtarbeit nach § 7 Abs. 2 leisten und denen die Zulage nach § 8 Abs. 5 Satz 1 oder Abs. 6 Satz 1 zusteht, erhalten (...)
b) bei Schichtarbeit für je vier zusammenhängende Monate
einen Arbeitstag Zusatzurlaub.


Um die Zulage für Schichtarbeit zu beanspruchen, blickst Du nach § 7 Abs. 2 TVöD:
Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsieht, und die innerhalb einer Zeitspanne von mindestens 13 Stunden geleistet wird.

Auf die einzelnen Wochentage wird dabei nicht abgestellt.
Rita
Frage # 951
07.06.2021 | 08:28
AVR, MAV, Schichtdienst

entsetzt
Wegen Teilzeit sind Schichten verkürzt, Arbeitspensum bleibt wie in normaler Schichtlänge, wird so erwartet, denn die nachfolgende Schicht hat keinen Spielraum mehr um nachzuarbeiten.
Arbeitspensum kann nicht abdelegiert werden. Was tun?

:

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln.

Die Schichtplan-Fibel beschränkt sich auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten. Uns scheint, Ihr kämpft mit einem Problem der Arrbeitsverdichtung. Ursache scheinen geänderte Schichtlängen zu sein.

Wendet Euch an die MAV. Diese bestimmt die Schichtlängen mit. Fragt sie, ob und warum sie der Ändcerung zugestimmt hat. Fragt, ob nun die Aktialisierung der Erfassung und Beurteilung der Belastungen an Eurem Arbeitsplatz (§ 5 ArbSchG) folgen wird....
Helge
Frage # 950
06.06.2021 | 07:39
BAT-KF , keine MAV
Schichtarbeit
Nun habe ich endlich Einsicht zu meinem Arbeitszeitkonto erhalten. Anfang Januar wurden mir 49 Minusstunden aus dem Jahr 2020 in das neue Jahr übertragen.
Im BAT-KF habe ich gelesen, dass eine Zeitunterschreitung von bis zu 100 Stunden in das nächste Kalenderjahr übertragen wird und verbleibende Stunden der tatsächlichen Zeitunterschreitung gestrichen werden.
Wie muss ich das verstehen? Müssen meine 49 Minusstunden gestrichen werden?
verwirrt

:

Die Regelungen des § 6 BAT-KF sind recht originell. In der Arbeitsrechtlichen Kommission fanden die Arbeitgeber im VKM einen willigen Komplizen, ihre Flexibilisierungs-Fantasien auszuleben.
§ 6 Abs. 5 regelt unter anderem -
Ein Zeitguthaben bzw. eine Zeitunterschreitung von bis zu 100 Stunden wird in das nächste Kalenderjahr übertragen. Bei nicht vollbeschäftigten Mitarbeitenden ist die in Satz 4 genannte Zahl entsprechend dem Verhältnis der vereinbarten durchschnittlichen regelmäßigen Arbeitszeit zur regelmäßigen Arbeitszeit eines entsprechenden vollbeschäftigten Mitarbeitenden zu kürzen. Verbleibende Stunden des tatsächlichen Zeitguthabens der/des Mitarbeitenden werden mit dem auf eine Stunde entfallenden Entgelt (§ 12) zuzüglich dem Zuschlag für Überstunden (§ 8 Absatz 1 Buchstabe a) vergütet. Verbleibende Stunden der tatsächlichen Zeitunterschreitung werden gestrichen.
Falls Dein Chef am Jahresende noch z.B. 149 Stunden Deiner Zeitschuld ürbrig hat, muss er 49 Stunden streichen und darf 100 Stunden ins Folgejahr rüberretten.
Falls Dein Chef am Jahresende noch z.B. 49 Stunden Deiner Zeitschuld ürbrig hat, darf er diese 49 Stunden ins Folgejahr rüberretten.


Heidi
Frage # 949
04.06.2021 | 07:49
BAT-KF ohne MAV

Ich arbeite im Schichtdienst und habe Pfingsten gearbeitet
Nun habe ich einen Antrag auf Freizeitausgleich für Feiertagsarbeit für den 11.06.21 ( geplant mit Frühdienst ) gestellt und folgende Antwort erhalten: § 6 Abs. 6 UAbs. 2 BAT-KF sieht vor , dass der Dienstgeber den Freizeitausgleich für Sonn-und Feiertagsarbeit planen kann.
Mir wird vorgeschlagen , dass es durchaus möglich ist , meinen beantragten FZA für Feiertagsarbeit am 11.06.21 zu gewähren und den dafür vorgesehenen Frühdienst vom 11.06.21 auf den 10.06.21 zu verlegen .Dann bräuchte ich doch keinen Freizeitausgleichstag stellen , wenn ich dann so wie so frei hätte. Oder verstehe wütend ich das falsch.

:

Du mailst an die Betriebsleitung -
»Sehr geehrte Damen und Herren,
leider wurden Sie noch nicht intiativ und haben die Wahl einer MAV eingeleitet. Ich wende mich nun hilfsweise an Sie. Denn der von uns im Arbeitsvertrag in Bezug genommene BAT-KF behandelt die Pfingsttage besonders und anders als Ihre betriebliche Praxis.
§ 8 Abs. 1 Kleinb. d stellt geleistete Arbeit am Feiertag und am Pfingstsonntag gleich: Mir steht 35 v.H. Zeitzuschlag zu, sowie 100 v.H. zusätzlicher Zeitzuschlag oder entsprechender Freizeitausgleich. Die Protokollerklärung zu Absatz 1 Satz 2 Buchst. d stellt dann eine wichtige Zusatzbedingung: Der Freizeitausgleich muss im Dienstplan besonders ausgewiesen und bezeichnet werden.
Dabei behandelt § 6 Abs. 6 BAT-KF den Pfingstsonntag anderes als den Pfingstmontag.
Für den Pfingstsonntag (ein analog-Feiertag) greift: "Die dienstplanmäßige bzw. betriebsübliche Arbeitszeit an einem Sonntag ist durch eine entsprechende zusammenhängende Freizeit an einem Werktag oder ausnahmsweise an einem Wochenfeiertag der nächsten oder der übernächsten Woche auszugleichen." Da mir gemäß § 8 Abs. 1 nicht nur Freizeit, sondern zudem Freizeitausgleich zusteht, bitte ich Sie, dies als entsprechende Freistellung von geplanter Arbeitszeit im Dienstplan zu bezeichnen.
Für den Pfingstmontag greift davon abweichend - "Die dienstplanmäßige bzw. betriebsübliche Arbeitszeit an einem Wochenfeiertag soll auf Antrag der/des Mitarbeitenden durch eine entsprechende zusammenhängende Freizeit an einem Werktag der laufenden oder der folgenden Woche unter Fortzahlung des Entgelts und der in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen ausgeglichen werden, wenn die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse es zulassen." Ich habe meinen Antrag für den 11.06. gestellt. Ich bin nicht damit einverstanden, dass Sie diesen auf den ohnehin planfreien 10.06. verschieben. Denn so würde es sich nicht einmal um 'entsprechenden' Freizeitausgleich handeln.
Mit freundlichen Grüßen «
Wollaz
Frage # 948
03.06.2021 | 11:02
BAT-KF , MAV / MVG-EKD
Schichtarbeit, Dienstplan

Wenn mir meine Leitung während meines Dienstes an einem Montag mitteilt, dass ich an dem kommenden Freitag einen Dienst übernehmen soll, obwohl ich lt. Dienstplan an diesem Tag nicht verplant wurde, kann ich diese Aufforderung ablehnen?
Und wenn "nein": wie wird diese vergütet?

:

Ob Du einen Übergriff auf Deine geplante Freizeit ablehnen "kannst", das richtet sich zuerst nach dem Kräfteverhältnis. Bist Du unbefristet beschäftigt? Hat die MAV dieser Planänderung zugestimmt, ohne Dich vorher zu befragen?

Eine Dienstplanänderung bedeutet: Du arbeitest geplant ander. Dafür sieht der BAT-KF keinen Ausgleich vor.
Gaby
Frage # 947
31.05.2021 | 13:52
AVR / MAV

Wir sind als MAV zuständig für den Bereich Gesundheit und Pflege.
Unser Dienstgeber möchte jetzt von den Mitarbeitern den Corona Impfstatus erfragen. Das er das darf ist uns bewußt, er hätte aber auch gerne Kopien der Impfausweise angefertigt. Wir sind der Meinung, dass dies nicht notwendig und zulässig ist. Haben wir da ein Vetorecht?

:

Die Schichtplan-Fibel beschränkt sich auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten.
Josef
Frage # 946
28.05.2021 | 23:30
AVR MAV

In der Regel ist es so das wir 3 Früh / 3 Mittag machen, dann 4 Nachtdienste, 1 Ausschlaftag und 2 Tage frei.

Nun plant mich mein Chef neuerdings 3 Tage früh, 4 Tage Nacht, Ausschaftag und 1 Tag frei, danach wieder in den Spätdienst.

Ich finde das schon etwas wenig frei zumal es vorher 2,5 Tage waren (Ausschlaftag ist kein frei da ich ja 6 Stunden arbeite)

Ist das Rechtens nach 7 Diensten ?

:

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln. Wenn Du uns schreibst, was da genau bei Dir wirkt und gilt, können wir mehr raten.
Susi
Frage # 945
28.05.2021 | 13:04
Manteltarifvertrag Sicherheitsdienstleistungen NRW , Betriebsrat / BetrVG ver.di
Sicherheitsdienst, Vollzeitvertrag, unbefristet, Stundenlohn
"§ 2 Arbeitszeit für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer
1. Die tarifliche Mindestarbeitszeit eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers beträgt monatlich 173 Stunden, abweichend hiervon im Februar 160 Stunden."

Unsere Vorgesetzten haben nun vor monatlich nur noch 140 Stunden per Dienstplan zu vergeben. Die restlichen 33 Std (173 Stunden Mindeststunden laut Tarifvertrag) sollen dann auf ggf. anfallende Sonderdienste verteilt werden.
Lehnt man an Frei-Schichten angebotene Dienste ab, wird in den Dienstplan "Dienst abgelehnt" eingetragen und die abgelehnten Stunden werden, wenn 173 Std monatlich nicht erreicht werden, abgezogen und nicht aufgestockt.
Kann man einen Dienst ablehnen, der lt. Dienstplan ja gar nicht besteht?
Ich habe keinen Vertrag auf Abruf.

Muss ich nun ständig darauf warten, angerufen zu werden, um genügend Stunden zu bekommen?
Was ist, wenn mir ein Dienst angeboten wird, ich aber den Tag anders verplant habe (im DP steht ja keine Schicht)?

:

Hier hilft es, den folgenden Absatz des von Die zitierten Paragrafen des MTV mitzulesen:
"2.) Die monatliche Regelarbeitszeit eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers beträgt im Durchschnitt eines Kalenderjahres 228 Stunden."

Dein Chef hat also bei Dir eine sehr genaue Menge an Arbeitszeit gekauft: 2736 Stunden im Kalenderjahr. Er darf diese - im Rahmen der Schutzgesetze, der Mitbestimmung und des billigen Ermessens - anordnen. Du musst Dir nicht selbst Arbeitszeit anordnen.

Der Betriebsrat kann nur vollständig / abschließend verplante Dienstplanperioden abschließend beurteilen. Eine Teil-Mitbestimmung von Teilmaßnahmen sieht das Betriebsverfassungsgesetz nicht vor. Der Plan besteht dann aus Schichten und arbeitszeitfreien Tagen.
Angeboten, abgelehnt, aufgestockt oder abgezogen wird da gar nichts.

Du darfst bei jeder Anordnung von Arbeitszeit fragen: "Haben Sie dazu die Zustimmung unseres Betriebsrates eingeholt? Können Sie mir das schriftlich geben? Soll das den mit bislang verbindlich abgeordneten Dienstplan aufheben? Bin ich jetzt gerade für diesen Anordnungsvorgang in der Arbeitszeit? Beginnt danach wieder eine 11-stündige Ruhezeit?"

Du darfst auch verlangen, dass im Dienstplan von Dir keine Willenserklärungen dokumentiert werden (DSGVO).

Vielleicht behählt der Arbeitgeber dabei nicht von ihm abgerufene Arbeitsstunden zurück. Vielleicht hofft er, dass sich bis Ende des Jahres eine gute Gelegenheit für ihn bildet. Er spielt dann auf Risiko: Arbeitszeitmassierungen haben ihre Grenzen: In jeder Kalenderwoche muss ein Kalendertag zuzüglich einer anschließenden Ruhezeit beschäftigungsfrei bleiben. In der Schichtarbeit sind nocht mehr als sieben Schichten in Folge zulässig. Arbeitszeit ist rechtzeitig vorher (mindestens 7 Tage, regelmäßig 4 Wochen im voraus) durch den Arbeitgeber verbindlich anzuordnen.

Ideal kümmert sich der Betriebsrat um diese Konflikte und sorgt für Deinen sorgenfreien Schlaf.

Nur nebenbei: Das Ergebnis des Manteltarifvertrags sind 52,61 Stunden im Wochendurchschnitt - entgegen § 6 Abs. 2 ArbZG.
Darko
Frage # 944
26.05.2021 | 17:25
AVR
? Interessenvertretung
? Schichtarbeit

Arbeite nach Dienstplan. Es geht um den Juni, da sind es 4 Wochenenden und ein Feiertag.
Da bin ich jetzt der Meinung gewesen, dass ich 9 Tage frei haben müßte .
Jetzt sagte man ,du zählst jetzt zur Pflege und da ist es nicht mehr so man könne mir den anderen freien Tag auch in einem anderem Monat geben.
Habe bis jetzt in der Betreuung gearbeitet und mach jetzt Stationshilfe mit Wochenend-Dienst.

:

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln.
Schreib auch, ob Du Schichtarbeit leistest oder etwas zur Interessenvertretung.
Vielleicht können wir dann etwas raten.

javerdi
Frage # 943
25.05.2021 | 19:17
TVöD-K , Betriebsrat / BetrVG, kein Schichtdienst

Mit der Berechnung der Arbeitszeit komme ich nicht klar, ich verstehe es nicht.
Mein Arbeitgeber rechnet jeden Tag von Montag bis Freitag als Arbeitstag. Er geht von der 5 Tage Woche aus mit 38,5 Stunden der Woche und berechnet jeden Arbeitstag mit 7,7 Stunden. Wochenfeiertage rechnet er heraus. Dies bei Vollzeitkräften und bei Teilzeitkräften ihrer Reduzierung entsprechend.

Daraus ergibt sich die Monatliche Sollarbeitszeit.

Fahren wir dabei nicht besser bei dieser Berechnung?

:

In Krankenhäusern arbeiten einige auch Samstag und Sonntags und in Schichtarbeit. Dann sind auch Samstage und Sonntage "Arbeitstage".
Der TVöD bestimmt zwar in § 6 Abs. 1 Satz 3, dass die regelmäßie Arbeitszeit nur auf fünf der sieben Tage einer Kalenderwoche verteilt wird. Auch dies hat jedoch nichts mit der Berechnung Deiner Zeitschuld zu tun,
An Arbeitstagen ist Arbeitszeit, sei es 1 Minute oder seien es 24 Stunden. Es wäre also gesetzwidrig, würde der Arbeitgeber nur 7,7 Stunden je Arbeitstag aufzeichnen.

Wir wisssen nicht, wozu der Arbeitgeber Deine Zeitschuld berechnet. Denn der Tarifvertrag TVöD bestimmt sie ja abschließend. Der TVöD bestimmt sie allerdings wochendurchschnittlich, nicht monatlich.
Der TVöD-K bestimmt in § 6.1 auch die Regeln für Feiertage. Für Teilzeitbeschäftigte in Normalarbeit findet dabei keinerlei "entsprechende" Reduzierung statt, sondern: Der Feiertag stellt für die gesamte betriebsübliche Arbeitszeit an diesem Tag frei.

Wer sich durch den Tarifvertrag besser steht als durch die etwas wirre Praxis des Arbeitgebers, das kannst Du nachrechnen: linkZeitschuld-Rechner.
MAdummi
Frage # 942
25.05.2021 | 18:16
BAT-KF , MAV / MVG-EKD
Schichtdienst nach Dienstplan , Teilzeit-MA mit 60%

? a) Hat ein Arbeitnehmer ein Recht auf die Möglichkeit, seine Sollstunden zu arbeiten?

? b) Darf während einer sich über mehr als 8 Wochen dauernde, sich stets verlängerte AU der Dienstplan weiter geplant werden, als wäre der MA im Dienst und somit über die Wochen ein Stundenabbau der Plusdtunden betrieben werden?
Über 30 Stunden weniger trotz AU?

? c) Ab wann sind die Stunden, die mehr als das Soll geleistete Stunden Mehrarbeit und werden auch so behandelt?

? d) Darf ein offener Stellenanteil, mit der Begründung der Überstunden der anderen MA, nicht besetzt werden? Wir leisten doch die zusätzlichen Stunden WEIL wir zu wenig MA haben.

:

Zu a)
Du hast Anspruch auf Dein verstetigtes monatliches Tabellenentgelt, auch wenn Dir die Arvbeitsstunden nicht vollständig abgefordert werden.

Zu b)
Deine Arbeitszeit wird - mitbestimmt durch die MAV - im Dienstplan festgelegt. Die MAV soll Dir dabei helfen, Willkür zu verhindern.

Zu c)
Der BAT-KF kennt keinen "Mehrarbeit".

Zu d) Niemand muss für andere arbeiten. Niemand muss die Arbeit anderer erledigen. Gegen Überlastung ist ein Kraut gewachsen: Aktiviert die MAV, damit sie aktualisierte Belastungserfassungen an Euren Arbeitsplätzen (§ 5 ArbSchG) veranlasst.
MAdummi
Frage # 941
25.05.2021 | 18:03
BAT-KF , MAV / MVG-EKD

Evang. Stiftung als Arbeitgeber in der Altenpflege
Arbeit nach Dienstplan, meist regelmäßiger Wechsel von Früh - und Spätdienst

? a) Wo wird festgelegt, ob ich eine 5-Tage-Woche habe? Im Arbeitsvertrag stehen nur die Sollstunden, im Schreiben der Lohnabrechnung steht 5 Tage und das Stundensoll sowie die Urlaubstage werden nach 5 Tagen berechnet.
In der Regel arbeiten wir jedoch an 2-3 Wochendtagen und mind. 1 Feiertag im Monat

? b) In der Mitteilung des Betriebes steht 35%Zuschlag und Freizeitausgleich für Feiertage.
Die geleisteten Stunden an Feiertagen fließen in das Stundesaldo ein und werden über kürzere Dienste abgebummelt. Es gibt kein Feiertagsfrei als ganzer Tag.
Ist das korrekt?

? c) Wir werden über den Dienstplan 14 Tage vor Monatsbeginn informiert. Erhalten keinen eigenen Dienstplan in Schriftform.
Seit Weihnachten sind wir fast alle an den Feiertagen mit mind. 1 Dienst geplant und haben kein langes Wochenende. Außerdem wird der Ausgleichstag nach 6 oder 7 Tagen am Stück von der Bereichsleitung festgelegt.
Ist das rechtens?

:

Zu a)
Die Lohnabrechnung berichtet, welche Verteilung Deiner Arbeitszeit (Tage/Woche) bei der Lohnabrechnung in deren Berechnungen eingeht. Laut BAT-KF ist bei der Berechnung des tagesgleichen Aufschlagsatzes und bei der Umrechnung Deines Urlaubsanspruchs auf die tatsächliche Verteilung abzustellen. Das macht die Lohnbuchhaltung oft falsch.
Im Ergebnis ist dies meist schlecht für Deinen Urlaubsanspruch und besser für den Aufschlagsatz.
Rechne nach, indem Du vom 04.01. bis zum Sonntag letzter Woche alle Kalendertage mit Arbeitspflicht (auch AU, Feiertage und Urlaub) zählst und durch die Anzahl der Wochen teilst.

Zu b)
Dir steht - und nur auf Deinen Antrag hin - jeweils ein Tag Feiertagsfrei zu (§ 6 Abs. 6 schreibt vor: Die dienstplanmäßige bzw. betriebsübliche Arbeitszeit an einem Wochenfeiertag soll auf Antrag der/des Mitarbeitenden durch eine entsprechende zusammenhängende Freizeit an einem Werktag der laufenden oder der folgenden Woche unter Fortzahlung des Entgelts und der in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen ausgeglichen werden, wenn die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse es zulassen.)

Zu c)
Die MAV regelt mit der Arbeitgeberin, wann und wie Du über den Dir angeordneten Plan informiert wirst.
Zu Verteilung der Schichten lies nach: linkLeitlinien gemäß § 6 Abs. 1 ArbZG
dreachen
Frage # 940
25.05.2021 | 17:42
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO

Ich wurde während meines Urlaubes vom Gesundheitsamt unter Quarntäne gestellt. Meine Frage ist. Bekomm ich den Urlaub wieder? Wenn ich im Urlaub krank werde bekomm ich die Tage auch zurück oder denk ich da verkehrt

:

Du bist nicht krank. Du kannst arbeiten, darfst es aber nicht. Nicht Dein Arbeitgeber, sondern die Quarantäne stellt Dich von der Arbeitspflicht frei.

Du hast für eine Zeitspanne Urlaub beantragt, in die nun amtlich eine Quarantäne verhängt wurde (Hausarrest).
In dieser Zeitspanne ist es dem Arbeitgeber unmöglich, Dir tatsächlich diesen Urlaub zu gewähren (BGH Urteil 30.11.1978 – III ZR 43/77).

Die (etwas mutige) Position ist: Dein Urlaubsanspruch bleibt unverändert bestehen.
javerdi
Frage # 939
25.05.2021 | 08:04
TVöD-K , Betriebsrat / BetrVG, kein Schichtdienst

Darf unser Arbeitgeber während der Arbeitszeit anordnen, dass Corona-Schutzmasken zu tragen sind, obwohl keine Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung vorliegt bzw. abgeschlossen wurde?

Unser Betriebsrat hat dem nicht zugestimmt, er hat es nur zur Kenntnis genommen.
Fragen wir nach einer Gefährdungsbeurteilung werden wir auf die Landesverordnung verwiesen.

:

Manchmal ist ein Betriebsrat nicht auf der Höhe der Anforderungen. Dann muss er mit Nachdruck unterstützt werden, seine Überwachungs- und Initiativrechte zu aktivieren.

Ihr mailt an den Betriebsrat und zugleich an die Betriebsleitung -

»Beschwerde gemäß § 84 und § 85 BetrVG
Liebe Kolleginnen und Kollegen des Betriebsrates,
sehr geehrte Damen und Herren!
FFP2-Masken schützen nicht nur andere, sie schützen auch die Beschäftigten selbst, die sie tragen. Es handelt sich also an einigen Arbeitsplätzen um eine mögliche sinnvolle Schutzmaßnahme in der Pandemie. Zugleich stellt das Tragen von FFP2-Masken eine zusätzlcihe Belastung dar. Abhängig von den Arbeitsbedingungen an den Arbeistplätzen sind sie vielleicht das ungeeignete Mittel zum Schutz, vielleicht aber auch nur mit angemessenen Unterberechungen der Maskentragezeit. Die Verordnungen von Bund und Land beschreiben unter anderen, wie die Betriebsparteien solche Rahmenregelungen auf die konkrete Situation abpassen.
Ohne Mitbestimmung der Erfassungen der aktuellen Belastungen an unseren Arbeitsplätzen, ohne die mitbestimmte Festlegung der sich daraus an diesen Arbeitsplätzen ergebenden derzeit notwendigen Maßnahmen zu unserem Schutz, ohne mitbestimmte Einweisung in diese Festlegungen vor Aufnahme der Arbeit (§ 12 ArbSchG) blieben die Anordnungen der Arbeitgeberin unverbindlich. Der Schutz unserer Gesundheit und der von Patienten und Angehörigen ist jedoch zu wichtig, um es bei unverbindlichen Vorschlägen der Arbeitgeberin zu belassen.
Leider bleibt für uns unklar, wo und wann es sich um unverbindliche Angebote zu unserem Schutz handelt und wann um für uns verbindliche Anordnungen. Denn die diesbezüglichen Vereinbarungen wurden entgegen § 77 (2) BetrVG und § 14 (2) MuSchG nicht veröffentlicht. Vielleicht wurden noch gar keine Vereinbarungen getroffen. Wir können das nicht erkennen, obwohl es sich um wichtige Fragen für unseren betrieblichen Alltag handelt. Das beschwert uns.
Wahrscheinlich werden Sie zeitnah entscheiden, dass unsere Beschwerde berechtigt ist. Bitte halten Sie uns dann über Ihre Versuche einer raschen Abhilfe auf dem Laufenden.
Mit freundlichen Grüßen .... «

Rechnet mit Unruhe.
Angelika
Frage # 938
24.05.2021 | 19:43
AWO

ver.di
Ich bin ex Altenpflegerin im Nachtdienst (30 std ) arbeite 10 Stunden pro Nacht. Eeine Altenpflgehelferin ist alleine mit mir in der Altenpflegeeinrichtung (93 Bewohner:innen)
Mir werden in jeder Nachtschicht 45 Minuten abgezogen. Ich weiss, dass andere AWO -Einrichtungen das als Art Bereitschaft anrechnen und 10 Stunden als Arbeitszeit anrechnen.
So würde ich die Zeit zumindest als unbezahlte Arbeitszeit bekommen, da ich das Haus nicht verlassen kann und mein Arbeitseinsatz jederzeit angefordert werden kann (durch meine Kollegin) Durch diese Regelung muss ich die 45 Minuten Pausenzeit durch 1 Nachtschicht mehr arbeiten sozusagen,

:

Schade, dass Du - trotz unserer ausdrücklichen Hinweise - nichts über Deine Bezüge im Arbeitsvertrag auf einen Tarifvertrag der AWO schreibst oder etwas zur Interessenvertretung. So können wir wenig raten. Wir nehmen nun einfach mal an, es gibt einen Betriebsrat.

Ihr mailt an diesen Betriebsrat, in Kopie an die Personalleitung -
»Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Ihr bestimmt Beginn und Ende der Arbeitszeit und der Arbeitszeitunterberechungen (Pausen) mit. In den Nachtschichten klappt das nicht gut. Denn wir wissen nicht, wann genau die Zeit beginnt und endet, in der wir keinerlei Pflichten gegenüber dem Arbeitgeber haben und über unsere Zeit frei verfügen. Wir werden angehalten, uns durchgängig für Bitten um Unterstützung unserer Kolleginnen (gefährliche Alleinarbeit) bereit zu halten.
Lediglich mit der Unterbrechung des Vergütungsanspruchs klappt es in unseren Nachtschichten. Das beschwert uns, zumal die Betriebsparteien in anderen Einrichtungen der AWO hier zumindest schuldrechtlich deutlich günstigere Regelungen getroffen haben.
Bitte bemüht Euch im Zuge Eurer Mitbestimmung und Eurer Rechte aus § 85 BetrVG zeitnah um Abhilfe und haltet uns darüber auf dem Laufenden.
Liebe Grüße ..... «
Dreachen
Frage # 937
24.05.2021 | 17:49
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO

Ich wurde während meines Urlaubes vom Gesundheitsamt unter Quarntäne gestellt.
Bekomm ich den Urlaub wieder?
Wenn ich im Urlaub krank werde, bekomm ich die Tage auch zurück oder denk ich da verkehrt

:

Du bist nicht krank. Du kannst arbeiten, darfst es aber nicht. Nicht Dein Arbeitgeber, sondern die Quarantäne stellt Dich von der Arbeitspflicht frei.

Du hast für eine Zeitspanne Urlaub beantragt, in die nun amtlich eine Quarantäne verhängt wurde (Hausarrest).
In dieser Zeitspanne ist es dem Arbeitgeber unmöglich, Dir tatsächlich diesen Urlaub zu gewähren (BGH Urteil 30.11.1978 – III ZR 43/77).

Die (etwas mutige) Position ist: Dein Urlaubsanspruch bleibt unverändert bestehen.
Berni
Frage # 936
23.05.2021 | 09:01
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO

entsetzt

in unserer Einrichtung gab es kürzlich eine Veränderung in der Dienstplanung. Bei dem Wechsel vom Spät auf den Frühdienst haben wir plötzlich nur noch neun Stunden Ruhezeit.
Unsere MAV sagt, dass dieses so in Ordnung ist.
Hat sie damit recht?

:

Die MAV sollte sich zunächst in den aktuellen Erfassungen und Beurteilungen der Arbeitsplätze (§ 5 ArbSchG) informieren: Die Kürzung einer Ruhezeit und des möglichen Schlages stellt einer erhebliche Gefährdung der Gesundheit dar. Bittet die MAV, zusammen mit dem Betriebsarzt und der Sicherheitsfachkraft umgehend die notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor Überlastung und zum Ausgleich festzulegen. Bittet sie auch, Eure Einweisungen in diese Schutzmaßnahmen (§ 12 ArbSchG) organisieren zu lassen, bevor Euch die Belastungen an den Arbeitsplätzen treffen.

Die Verkürzung der Ruhezeit verstößt gegen § 6 Abs. 1 ArbZG, falls sie nicht durch eine betriebsbedingte Notwendigkeit (etwa Begleitung einer Urlaubsmaßnahme der Bewohner) begründbar wäre.

Zudem haben wir den Eindruck, dass Euer Werktag (§ 3 und § 6 Abs. 2 ArbZG) mit dem Beginn der Spätschicht beginnt und 24 Stunden dauert. In diesen 24 Stunden werden Euch wohl mehr die gesetzlich zulässigen 10 Stunden Arbeitszeit abverlangt.
Marion
Frage # 935
21.05.2021 | 18:17
AVR TVÖD, Caritas Bayern, Passau

Ich arbeite in einem Wohnpflegeheim für mehrfach Schwerstbehinderte. Bei uns ist die 5,5 Tage-Woche im 3-Schichtsystem: Früh, Spät, Nacht.
Stimmt es, wenn ich z.b. Januar Februar Nachtdienst habe, bekomme ich für Januar die Wechselschichtzulage. Wenn ich aber in einem Folgemonat keine Nächte mache, bekomme ich diese nicht: wenn ich z.b nur im Februar Nächte habe, würde ich keine Wechselschichtzulage bekommen?
Und was heißt Monat in Bezug auf die Zulage? Kalendermonat oder wird ab der letzten Nacht 4 Wochen gerechnet?
Wir haben eine MAV,die sich aber selbst nicht ganz sicher ist

:

Wir vermuten einmal:
AVR Caritas  (Anlage 32), MAV / MAVO

a) Die Arbeitszeit darf gemäß Anl. 32 § 2 Abs. 1 Satz 3 nur auf fünf der sieben Tage einer Kalenderwoche verteilt werden. Dabei zieht sich eine Nachtschicht über zwei dieser Kalendeertage hinweg.
b) Der Zulagenanspruch bestimmt sich danach, ob Du in einem Kalendermonat die Rechtsvoraussetzung erfüllst. Hier: Erneut (also nach einer Nachtschicht in den vorausgehenden 30 Tagen und danach einer geleisteten Tagschicht) zwei Nachtschichten zumindest geplant.
c) Die Höhe der Zulage bestimmt § 6 Abs. 4 der Anl. 32:
Mitarbeiter, die ständig Wechselschichtarbeit leisten, erhalten eine Wechselschichtzulage von 105,- € monatlich, ab 01.03.2021 155,00 Euro. Mitarbeiter, die nicht ständig Wechselschichtarbeit leisten, erhalten eine Wechselschichtzulage von 0,63 € pro Stunde, ab 01.03.2021 0,93 Euro.

Die MAV kann sich rechtlich unterstützen lassen, um Eure Ansprüche aufzuklären und zu überwachen.
Lili
Frage # 934
21.05.2021 | 17:55
BAT keine MAV
Schichtarbeitende wütend .
Kurzfristig wurde gestern unser Dienstplan geändert. Am kommenden Dienstag wurde nun eine Pflicht Fortbildung für 1,5 Stunde an meinem freien Tag geplant. Muss ich daran teilnehmen?

:

Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass der seit dem Jahr 2006 durch den TVöD abgelöste BAT noch Dein Arbeitsverhältnis bestimmt.

Dein Schichtplan wurde ergänzt um eine weitere, ultrakurze Schicht.
a) Falls Du in der Diakonie oder Caritas arbeitest: Dein Arbeitgeber hat gegen das Kirchengesetz verstoßen, weil er keine MAV installieren ließ. Ohne deren Zustimmung bleiben jedoch all seine Arbeitszeit-Anordnungen rechtswidrig. Fordere ihn freundlich auf, dies gelegentlich nachzuholen.
b) Die Anordnungen der Freischichten bleiben für Deinen Arbeitgeber verbindlich.
c) Eine (ergänzende) Anordnung von Arbeitszeit bedarf zunächst der Beratung mit Dir, dann einer Mindest-Ankündigungsfrist von einer Woche.
Natal
Frage # 933
20.05.2021 | 17:27
MAV

Stationäre Pflege, Anlage 32 Caritas
Wie kann man es rechtlich begründen, dass dem Dienstplan nicht zugestimmt wird, weil die Mitarbeiterinnen ohne Zustimmung über ihre Sollstunden geplant werden. Außerdem wurde auf einer Station 6 Tage in Unterbesetzung geplant und Mitarbeiterinnen, die bereits am ersten des Monats das Arbeiten beginnen, erst nachträglich ohne unsere Zustimmung in den Dienstplan eingetragen. Dies wurde mündlich damit begründet, dass die Verträge noch keine Zustimmung von der Geschäftsführung haben. Ist dies ohne unsere Zustimmung erlaubt?

:

Wir beschränken uns im Buch der 100 Fragen auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten.
Deine Mitbestimmungsfrage wurde dazu als linkNach-Hilfe-Ruf erkannt und behandelt.
Martina
Frage # 932
18.05.2021 | 19:41
AVR Caritas  (Anlage ?), ? Interessenvertretung, ? Schichtarbeit

Teildienst am Wochenende:
von 6:30 - 9:15 anschließend von 17:45 -19:45
oder von 6:30 - 9:15 und anschließend von 13:40 - 20:30.
Diesen Dienst machen meine Kollegin und ich seit April 2020 an unseren Dienst-Wochenende.
a) Kann jemanden durch einen Zusatz im Arbeitsvertrag zum Teildienst verpflichtet werden?
b) Können wir für den bereits geleisteten Teildienst noch Urlaubtage einfordern?

:

Schade, dass Du - trotz unserer ausdrücklichen Hinweise - nichts über Deine Interessenvertretung schreibst, etwas zur Anlage der AVR-Caritas, in der Ihr erfasst seid oder ob Ihr Schichtarbeit leistet. Da können wir wenig raten.

Die AVR der Caritas regeln keine Pflicht, an einem Tag mehrmals zur Arbeits zu kommen. Über § 6 Abs. 1 ArbZG ist dies zunächst eine unzulässige Belastung.

Zu a) Unter sehr bestimmten Umständen: Vielleicht. Es darf keine MAV geben, die Belastungsbeurteilung an diesen Arbeitsplätzen hat die Unbedenklichkeit ergeben ...

Zu b) Dein Urlaubsanspruch stellt nicht auf Stunden oder Anzahl Schichten an einem Tag ab. Urlaubsansprüche werden aufgrund der Verteilung der Arbeitstage auf die Woche umgerechnet. Dabei spielen 'Teildienste', Dopplelschichten, geteilte Schichten, Zweimal-Knechten etc. keine Rolle.


Jule
Frage # 931
15.05.2021 | 09:10
BAT-KF keine MAV

Nachfrage zu # 928.
Wann darf ich nach 7 Nachtdiensten überhaupt wieder in einer anderen Schicht geplant werden?

:

Bei Euch hat der Chef sich - kirchengesetzwidrig - die MAV gespart. Eigentlich kann er Dir so - ohne Zustimmung der MAV - überhaupt nicht wirksam Schichten anordnen.

Regeln für die Schichtfolgen findest Du in den linkLeitlinien gemäß § 6 Abs. 1 ArbZG.
Luisa
Frage # 930
15.05.2021 | 07:49
AVR

Mein Lohn nach Anwendung Abschnitt I der Anlage 1 AVR Vergütungsgruppe 10 Ziffer 17 der Anlage 2: Dazu kann ich leider nirgends eine Tabelle finden. Können Sie mir helfen?

Im ersten Monat (März 2021) meiner Tätigkeit wurde mir gleich einmal
fiktiv Kurzarbeitergeld " vorausberechnet", also gekürzt, obwohl in diesem Monat gar keine Kurzarbeit war; ich habe voll durchgearbeitet.

Ich bekomme 16,5 Stunden pro Woche bezahlt und arbeite aber 23 Stunden pro Woche bei 30 Tagen Urlaub in den Schulferien, um die restlichen Schulferien zuviel reinzuarbeiten. Passt das?

:

Die Schichtplan-Fibel beschränkt sich auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten.
Bei Entgelt-Überwachung hilft zunächst die MAV, dann Deine Gewerkschaft.
Mareike
Frage # 929
14.05.2021 | 12:07
BAT-KF , MAV / MVG-EKD

Ich arbeite in der Pflege im Schichtdienst.
Am Ostermontag war bei mir wütend ein Urlaubstag geplant, weil ich eigentlich arbeiten müsste. Unsere Verwaltung hat automatisch an Feiertagen frei.
Warum muss ich dann einen Urlaubstag dafür opfern?

:

Lies nach: linkUrlaub am Feiertag.

Der BAT-KF regelt in § 6 Abs. 6 und 7 ein wildes Durcheinander:
Die dienstplanmäßige bzw. betriebsübliche Arbeitszeit an einem Wochenfeiertag soll auf Antrag der/des Mitarbeitenden durch eine entsprechende zusammenhängende Freizeit an einem Werktag der laufenden oder der folgenden Woche unter Fortzahlung des Entgelts und der in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen ausgeglichen werden, wenn die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse es zulassen.
Du hast am Ostermontag offenbar nicht gearbeitet. Doch Dir wurde zunächst Arbeitszeit an diesen Tag geplant. Du hast also das Recht, zum Ausgleich Deinen Antrag auf Freizeit an einem anderen Werktag zu stellen, an dem Du sonst arbeiten müsstest.

Die regelmäßige Arbeitszeit vermindert sich für jeden gesetzlichen Feiertag sowie für den 24. Dezember und 31. Dezember, sofern sie auf einen Werktag fallen, um die dienstplanmäßig ausgefallenen Stunden.
Protokollerklärung zu Absatz 7 Satz 3:
Die Verminderung der regelmäßigen Arbeitszeit betrifft die Mitarbeitenden, die wegen des Dienstplans am Feiertag frei haben und deshalb ohne diese Regelung nacharbeiten müssten.


Der Ostermontag war ein gesetzlicher Feiertag. Er fiel sogar auf einen Werktag. Du hattest zwar frei, doch nicht Frei wegen des Dienstplans, sondern wegen des Urlaubs.
Jule
Frage # 928
14.05.2021 | 10:45
BAT-KF , keine MAV, Schichtdienst

Ich bin im Juni an einem freien Tag zu einer Besprechung von ca. 1 Stunde im Dienstplan geplant. Ist es mir zumutbar, für eine Stunde an dieser Besprechung teilzunehmen?

:

Du mailst an die Betriebsleitung -
»Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie verteilen meine Arbeitszeit gemäß § 106 GewO unter Beachtung des billigen Ermessens, also des Abwägens Ihrer betrieblichen Interessens gegen meine. Leider haben Sie mich am ....06.2021 für eine ungewöhnlich kurze Schicht zur Arbeit eingeteilt. Wird der Maßstab der Gesetzgeber angelegt (§ 12 Abs. 1 TzBfG), so sind drei Stunden Schichtlänge das Kürzeste, was gewöhnlich zugemutet werden darf. Denn der Aufwand (Arbeitsfähigkeit herstellen, Anfahrt, Heimfahrt) steht sonst in keinem Verhältnis zum an diesem Tag begründeten Vergütungsanspruch. Die von Ihnen angeordnete Schichtlänge beträgt gerade einmal ein Drittel dieser Mindestlänge. Dies stellt für mich als Schichtarbeiterin eine wohl kaum zu rechtfertigende Belastung dar, weil so meine Arbeitszeit durchschnittlich auf mehr Tage als bei Normalarbeitnehmerinnen etwa der Verwaltung verteilt würde.
Ich bitte Sie, Ihre Anordnung zu korrigieren.
Mit freundlichen Grüßen ....«
Michael
Frage # 927
13.05.2021 | 09:59
TV-L , Personalrat

Ich bin Handwerker und arbeite zweischichtig
7:00-14:30 und 12:00-20:00 Uhr
Alle 6 Wochen arbeite ich im Spätdienst und bekomme so die kleine Schichtzulage.
An Wochenfeiertagen habe ich meist arbeitsfrei .
Andere Kolleginnen erhalten dann FF teilweise und erhalten so den Feiertagszuschlag.
Würde er mir nicht auch anteilig zustehen, da ich ja auch alle Wochentage arbeite und am Wochenende?
Bei unseren Pflegekräfte wird das hälftig so gehandhabt, gilt da an den Unikliniken was anderes?

:

§ 7 Abs. 2 des TV-L regelt - Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in
Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsieht, und die innerhalb einer Zeit-
spanne von mindestens 13 Stunden geleistet wird.

Daher scheint es uns dass Du in Monaten, in denen der Plan für Dich eine Spätschicht vorsieht, für jede Arbeitsstunde des Monats 24 Cent Aufschlag erhalten musst:
Denn § 8 Abs. 8 des TV-L regelt - Beschäftigte, die ständig Schichtarbeit leisten, erhalten eine Schichtzulage von 40 Euro monatlich. Beschäftigte, die nicht ständig Schichtarbeit leisten, erhalten
eine Schichtzulage von 0,24 Euro pro Stunde.


Für die nichtärztlichen Beschäftigten an Unikliniken sind Besonderheiten in § 43 TV-L (hier Nr. 3 geregelt: Für Beschäftigte, die regelmäßig nach einem Dienstplan eingesetzt werden, der Wechselschicht- oder Schichtdienst an sieben Tagen in der Woche vorsieht, vermindert sich die regelmäßige Wochenarbeitszeit um ein Fünftel der arbeitsvertraglich vereinbarten durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, wenn sie an einem gesetzlichen Feiertag, der auf einen Werktag fällt, nicht wegen des Feiertags, sondern dienstplanmäßig nicht zur Arbeit eingeteilt
sind und deswegen an anderen Tagen der Woche ihre regelmäßige Arbeitszeit erbringen müssen.
Nach Deiner Schilderung könnte es sein, dass in Deinem Arbeitsbereich nicht an allen sieben Wochentage zu Schichten eingeplant wird.
Dann bleibt es beim 'Glück-Pech-Prinzip':
Du hast Glück, wenn Dich der Plan an einem Tag einplant, an dem Dich im Folgeschritt der Feiertag von der Arbeitspflicht freistellt.
Du hast Pech, wenn Der Personalrat nicht aufpasst, und ein gewöhnliches Planfrei auf genau so einen Tag legt, an dem die übrigen Kolleginnen die Freuden des Feiertags erleben dürfen.
Melanie
Frage # 926
12.05.2021 | 23:58
AVR DWBO , MAV/ MVG.EKD
Ambulant / Schichtarbeit / 75 %

Zum Jahresarbeitszeitkonto bzw. zu den Minusstunden.
Aufgrund der Corona Pandemie wurde bei uns im März 2020 bis Juli 2020 alles runtergefahren ( Versorgung der Klienten ), so das ich aufgrund dessen viele Minusstunden angesammelt haben, da mir in dieser Zeit nur Dienste von 3-4 Stunden geplant wurden. Wie verhält es sich damit? Im neuen Jahr wurden diese zwar auf 50 Minusstunden reduziert, aber für die Pandemie kann ich als Arbeitnehmer ja auch nichts.
Ist es rechtens mir diese anzurechnen?

:

Zweiseitiger Arbeitsvertrag
a) Du hast einen Arbeitsvertrag. Deshalb steht Dir ein verstetigtes Monatsentgelt zu (Tabellenentgelt).
b) Dein Arbeitgeber hat diesen Vertrag mit Dir geschlossen. Denn im Gegenzug für die Vergütung erhält er das Recht, Dich wochendurchschnittlich rund 28,9 Stunden arbeiten zu lassen.

Problem 1: Was ist "wochendurchschnittlich"? Der Durchschnitt wird bezogen auf das Kalenderjahr. Das erlaubt ein erhebliches mehr oder weniger. § 9b der AVR regelt zudem recht forsch: Der fortlaufende Jahresarbeitszeitsaldo darf 50 Minusstunden nicht überschreiten. (...) Bis zu 150 Plusstunden bzw. bis zu 50 Minusstunden können auf das nächste Kalenderjahr übertragen werden.
Ergebnis: Es ist zulässig, Dir in einem Jahr den vollen Lohn zu zahlen, einen Teil derdafür geschuldeten Arbeitszeit erst im Folgejahr abzufordern.

Problem 2: § 9 Abs. 1 der AVR regelt: Mit der Teilzeitbeschäftigten bzw. dem Teilzeit-
beschäftigten ist eine Vereinbarung zu treffen, wie ihre bzw. seine durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit im Rahmen der betriebsüblichen bzw. dienstplanmäßigen Arbeit erfolgt.

Schau einmal in Deinen Vertragsunterlagen, wie Ihr das tatsächlich umgesetzt habt.

Problem 3: Wieso hat die MAV der Verkürzung Deiner Schichten zugestimmt?
Sabine
Frage # 925
12.05.2021 | 13:19
DRK-Reformtarif , Betriebsrat / BetrVG
Schichtarbeit

Wir haben neben Früh- und Spätdiensten, auch nächtliche Bereitschaftsdienste in unserem Klinikum zu leisten.
Eine Bereitschaftsdienstschicht geht z. B. von 20:00 Uhr bis 7:00 Uhr, wobei jeweils vor und nach Bereitschaftsdienst-Beginn/-Ende eine 30 Minütige Übergabezeit als Regeldienst festgelegt ist.

Für die Früh- und Spätdienste bekomme ich eine Schichtzulage von 35,79 €, da eine Zeitspanne von 13 Stunden gegeben ist.

Steht mir aber eigentlich nicht sogar die Schichtzulage von 46,02 € zu?
(Zeitspanne von Frühdienst-Beginn bis Bereitschaftsübergabe-Ende = größer 18 Stunden)

Mir ist klar, dass Bereitschaftsdienst keine der beiden höheren Wechsel-/Schichtzulagen auslöst, da Bereitschaftsdienst die Arbeit "rund um die Uhr" unterbricht.

:

§ 13 Abs. 2 des DRK-RTV regelt: Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan/Dienstplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsieht, und die innerhalb einer Zeitspanne von mindestens 13 Stunden geleistet wird.

Deine Schilderung lässt vermuten, dass Du diese Anspruchsvoraussetzung erfüllst. Interessanter wird es in § 14 des DRK-RTV -
(8) Der Mitarbeiter, der ständig Schichtarbeit (§ 13 Abs. 2) zu leisten hat, erhält
eine Schichtzulage, wenn
a) er nur deshalb die Voraussetzungen des Absatzes 7 nicht erfüllt,
aa) weil nach dem Schichtplan eine Unterbrechung der Arbeit am Wochenende von höchstens 48 Stunden vorgesehen ist oder
bb) weil er durchschnittlich mindestens 40 Arbeitsstunden in der dienstplanmäßigen oder betriebsüblichen Nachtschicht nur in je sieben Wochen leistet,
b) die Schichtarbeit innerhalb einer Zeitspanne von mindestens
aa) 18 Stunden
bb) 13 Stunden
geleistet wird.
Die Schichtzulage beträgt in den Fällen des
a) Unterabsatzes 1 Buchst. a) Euro 61,36,
b) Unterabsatzes 1 Buchst. b)
aa) Doppelbuchst. aa) Euro 46,02
bb) Doppelbuchst. bb) Euro 35,79
monatlich.
(9) Die Absätze 7 und 8 gelten nicht für
a) Pförtner, Wächter,
b) Mitarbeiter, in deren regelmäßige Arbeitszeit regelmäßig eine Arbeitsbereitschaft von durchschnittlich mindestens drei Stunden täglich fällt.


Gemäß § 12 Abs. 6 DRK-RTV ist Arbeitsbereitschaft eine Verlängerung der regelmäßigen Arbeitszeit. Wir vermuten, Du leistetst jedoch Deine Bereitschaftsdienste zusätzlich zur und außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit.
Dabei liegen zwischen den frühesten Beginn (Frühschicht) und spätesten Ende (morgens zum Ende der Sandwich-Schicht) mehr als 18 Stunden. Diese Belastung soll die Zulage ausgleichen. Dies wird Dir sicher auch Dein Betriebsrat bestätigen, der dazuin einer umfangreichen Betriebsvereinbarung Überlastungsschutz und Belastungsausgleich geregelt hat.
Andrea
Frage # 924
12.05.2021 | 08:01
TVöD-K , ? Interessenvertretung, Schichtarbeit

Ich arbeite in einem OP von Montag-Freitag in einem 3-Schicht Model mit Bereitschaftsdienst (Regelarbeitszeit:13:00-21:26 und anschliessend BD-Zeit 21:26- 07:00.)
Nachtarbeit von 20:45-07:00.
Am Wochenende wird es geteilte Dienste geben (8-16:15 Regelarbeitszeit, 16:15-18:00 BD) zweite Schicht 18:00- 02:00 RGZ und von 02:00-8:00 BDZeit.)
Habe ich einen Anspruch auf Wechselschicht Zulage?
Obwohl es keinen regulären Nachtdienst am Wochenende gibt , ich aber Nachtstunden in der zweiten Schicht habe?
Der Nachtdienst in der Woche (Mo-Frei) ist für uns alle neu und meine Frage ist:
Muss ich einen freien Tag nehmen, wenn ich aus dem Nachtdienst raus komme oder rein gehe? Meiner Meinung nach erarbeite ich doch die Stunden in der jeweiligen Nacht (zB: Mo-Die) auch wenn vom Mo. nur" 2 "Stunden gebraucht werden?

:

Es handelt sich nicht um Bereitschaftszeit (§ 9 TVöD), sondern um Bereitschaftsdienst (§ 7.1 TVöD-K).
Dieser kann über eine Betriebsvereinbarung unter sehr engen Voraussetzungen zusätzlich zur Regelarbeitszeit abgefordert werden. Diese ist - betriebspraktisch - fast immer illegal / tarifwidrig.

Dennoch wird sich Dein Arbeitgeber bei seinen Vergütungspflichten auf Recht und Gesetz berufen. Es handlt sich nicht um Wechesleschichtarbeit Im Sinne § 7 Abs. 1 ) TVöD, da die Regelarbeit nicht ununterbrochen organisiert wird.

Die Regelarbeitszeit darf nur an fünf der sieben Kalendertage einer Woche abgefordert werden. Ein Tag, an dem eine Nachtschicht endet, ist kein freier Tag sondern ein Arbeitstag.
Zunächst muss der Dienstplan Deine gesamte Regelarbeits-Zeitschuld einplanen, bevor er dasrüberhinausgehende Bereitschaftsdienste einplanen kann.
Solange Du unterplant bist, bleibt also der Bereitschaftsdienst tarifwidrig
Anni
Frage # 923
11.05.2021 | 06:27
AVR.DD
? Schichtarbeit
? MAV

Ich habe eine 80% Stelle. Wie viele Wochenenden muss ich arbeiten?
Stimmt es …
50% ein Wochenende
75% 1,5 Wochenende
100% zwei Wochenenden

Ich habe ja extra nur 80% um mehr Zeit mit den Kindern zu haben.

:

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln. Wenn Du uns schreibst, was da genau bei Dir wirkt und gilt, können wir mehr raten.

Erst recht, wenn Du ergänzt, ob es eine Interessenvertretung gibt und ob Du Schichtarbeit leistest.
Pollux
Frage # 922
09.05.2021 | 10:04
TVöD-K , Betriebsrat / BetrVG

Früh-,Spätdienst und Bereitschaftsdienst nach Schichtplan.
Ich bin Krankenschwester und arbeite seit 1993 ausschließlich im Zentral-OP unseres Klinikums. In meinem Arbeitsvertrag gibt es eine einzig Nebenabrede, dass meine Arbeitszeit 50% (zurzeit 19,25 Std./Woche) beträgt. Ich bin der Meinung aufgrund dieses Vertrages, in dem nichts von Bereitschaftsdiensten steht und da ich schon immer in Teilzeit arbeite, muß ich keine Bereitschaftsdiensten leisten. Mein Arbeitgeber vertritt die Meinung, dass ich anteilmäßig Breitschaftsdienst übernehmen muß. Wo finde ich Klärung?

:

TVöD-K , Betriebsrat / BetrVG

Du darfst Dich auf § 6 Abs. 6 TVöD berufen -
Die Beschäftigten sind im Rahmen begründeter betrieblicher/dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechselschicht-, Schichtarbeit sowie —
bei Teilzeitbeschäftigung aufgrund arbeitsvertraglicher Regelung oder mit ihrer Zustimmung
zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet.

Der Arbeitgeber muss Dir also Eure schriftliche Nebenabrede präsentieren, oder Deine (von Dir widerrufliche) Zustimmung behaupten.
Achtung: Dein Chef kann Dich in solch einem Konflikt auch - mit Zustimmung des Betriebsrates - auf einen anderen, gleich bewerteten Arbeitsplatz versetzen.

Am einfachsten ist es, wenn Du den Betriebsrat aktivierst. Der soll bei seiner Zustimmung zu den OP-Dienstplänen darauf achten, dass Dir da keine Bereitschaftsdienste angeordnet werden.
Javerdi
Frage # 921
09.05.2021 | 08:28
TVöD-K , Betriebsrat / BetrVG kein Schichtdienst

ver.di

Nach langer Krankheit gehe ich ab 01.07.21 wieder arbeiten. Jedoch nicht mehr in Vollzeit, sondern in Teilzeit.
Jetzt habe ich erfahren das mir der erworbene Urlaub aus meiner Vollzeitbeschäftigung in meiner Teilzeitbeschäftigung so berechnet werden muß als würde ich Vollzeit arbeiten gehen.

Bezieht sich dies nur auf die Vergütung (Fortzahlung / Weiterzahlung vom Gehalt)) oder aber auch auf den zeitlichen Umfang der Urlaubstage?

:

Der Urlaubanspruch (Tage) wird bei einer geänderten Verteilung (andere durchschnittliche Tage/Woche) umgerechnet.
Im Urlaub steht Dir die Vergütung (Referenz der drei Vormonate) zu.

Sonderfall: Du hats nun Deine Zeitschuld halbiert. Dies betrifft nicht notwendig die Verteilung der Arbeitszeit, also die Anzahl der Urlaubstage.
Doch Dein in Vollzeit erworbener Anspruch soll unvermindert bleiben.
Dazu gibt es zwei Alternativen:
a) Es werden die bereits erworbenen Urlaubstage gesondert betrachtet,und genauso - auch mit der Vergütung aus der Vollzeit - gewährt. Du wirst also für die Tage zurück in den alten Vertrag versetzt. Dadurch bekommst Du mehr Vergütung.
b) Es wird Dein erworbener Urlaubsanspruch (Tage in Vollzeit) in Stundenurlaub umgerechnet und nun als Stundenurlaub während Deiner Teilzeit gewährt. Dadurch hast Du mehr Urlaub.

Du vereinbarst nun mit der Personalabteilung, welche der beidden Alternativen Ihr durchführt.
Dr. Parnassus
Frage # 920
07.05.2021 | 12:03
TV-Ärzte VKA, Betriebsrat / BetrVG Assistenzarzt, Krankenhaus GmbH
Keine Schichtarbeit, Keine Wechselschicht

Ist es möglich, einen Bereitschaftsdienst von 09:00 Uhr bis zum Folgetag 09:15 Uhr anzuordnen?
Sind die, nach § 10 Abs. 4 TV-Ärzte VKA , als zulässig genannten 24-h Bereitschaftsdienste "netto" also Anwesenheitszeit minus Pause zu sehen?

:

Hier ist der tarifvertragliche Kontext zu betrachten. § 10 TV-Ärrzte regelt derzeit -
2) Wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Bereitschaftsdienst fällt, kann unter den Voraussetzungen einer
- Prüfung alternativer Arbeitszeitmodelle unter Einbeziehung des Betriebsarztes und
- ggf. daraus resultierender Maßnahmen zur Gewährleistung des Gesundheitsschutzes
im Rahmen des § 7 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 2 Nr. 3 ArbZG die tägliche Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes abweichend von den §§ 3, 5 Abs. 1 und 2 und 6 Abs. 2 ArbZG über acht Stunden hinaus auf bis zu 24 Stunden verlängert werden, wenn mindestens die acht Stunden überschreitende Zeit als Bereitschaftsdienst abgeleistet wird.
(3) Die Verlängerung der werktäglichen Arbeitszeit im Sinne von Absatz 2 ist auf Fälle beschränkt, in denen sich die Leistung von Bereitschaftsdienst an einen maximal acht Stunden dauernden Arbeitsabschnitt im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit anschließt. Ein sich unmittelbar an den Bereitschaftsdienst anschließender Arbeitsabschnitt im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit ist beispielsweise zum Zwecke der Übergabe zulässig, sofern dieser nicht länger als 60 Minuten dauert und sich der dem Bereitschaftsdienst vorangegangene Arbeitsabschnitt entsprechend verkürzt.
(4) Die tägliche Arbeitszeit darf bei Ableistung ausschließlich von Bereitschaftsdienst an Samstagen, Sonn- und Feiertagen max. 24 Stunden betragen, wenn dadurch für die einzelne Ärztin/den einzelnen Arzt mehr Wochenenden und Feiertage frei sind.


Ein Werktag im Sinne des ArbZG, ausgelegt im Lichte Artikle 3 der EU-Arbeitszeit-Richtline, ist ein "24-Stunden-Zeitraum". Mehr als 24 Stunden täglich kann daher niemand arbeiten oder arbeiten lassen.
Die Kommentare und Aufsichtsbehörden gehen - ohne weitere Begründung - davon aus, dass an die werktägliche Arbeitszeit (ob 1 Minute, ob 24 Stunden) gemäß § 5 ArbZG unmittebar die Ruhezeit anschließt. Eine stattdessen anschließende Übergabezeit / Visite verstößt gegen diese Regel.
Auch § 7 Abs. 4 TV Ärzte verlangt für jede Ausnahme "dringende betrieblichen/dienstliche Gründe" und eine Betriebsvereinbarung. Dies scheint uns hier die weiteren 15 Minuten auszuschließen.
----
Hinweis: § 4 ArbZG endet - " Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden." Dies macht mindestens 3, wahrscheinlich mindestens 4 Pausen in 24 Stunden notwendig.
Sue
Frage # 919
07.05.2021 | 07:43
AVR

Ich bin über zwei Feiertage wegen Kindkrank vom Arzt krank geschrieben.
Im Normalfall , wenn ich arbeiten gehe an Feiertagen, bekomme ich dies mit 35% und Überstundenausgleich( 6,5 Stunden) „bezahlt“
Wie verhält sich dies, wenn ich jetzt hier krank bin?
Der Feiertag wird trotzdem als gearbeitet angerechnet, weil ja so im Monatsplan geplant?
Stehen mir dann auch die Überstunden zu?

Ich frage, da demnächst mein befristeter Vertrag ausläuft und ich die noch zu erhaltenden Überstunden berechnen möchte

Habe so nichts beim Lesen/ Recherchieren darüber gefunden.

:

Deine Frage betrifft: AVR über Entgeltfortzahlungsberechnung, Überstunden, Feiertage.

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln. Wenn Du uns schreibst, was da genau bei Dir wirkt und gilt, können wir mehr raten.
Andi
Frage # 918
07.05.2021 | 07:13
BAT-KF , keine MAV
Schichtdienst in der Regel 7 Nachtdienste und dann 7 freie Tage, seit zwei Monaten auch teilweise im Tagdienst geplant.

Seit dem 05.04.21 bin ich bis zum 14.05.21 krank geschrieben. Ich habe ein Schreiben meines Arbeitgebers erhalten , da der Gehaltsverlauf für Mai 21 ansteht und meine Lohnfortzahlung am 20.05.21 endet. Nun soll ich jetzt mitteilen, ob ich gedenke, dann wieder den Dienst anzutreten , da sonst meine Gehaltszahlung auf 20 Tage für den Monat Mai begrenzt würde, um eine Überzahlung zu vermeiden.
Wie muss ich das verstehen?
Sind nicht die geplanten Arbeitstage als Kranktage zu berechnen?
Wie kann eine Überzahlung statt finden?
Und muss ich jetzt schon mitteilen, ob ich am 15.5.21 wieder arbeiten komme?

:

Am 17.05.2021 endet spätestens die Zeitspanne der ersten sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit aus diesem Anlass. Die Arbeitgeberin erwartet zu diesem Zeitpunkt eine Mitteilung Deiner Krankenkasse, dass von nun an sie Dich mit der Lohnersatzleistung "Krankengeld" versorgt.

Ab diesem Zeitpunkt steht Dir also kein Entgelt zu. Da die Personalabteilung aber schon vorher den "Gehaltslauf" in der Lohnbuchhaltung anstösst, würde dies eine ungeminderte Entgeltzahlung für den gesamten Monat Mai auslösen.

Du kannst die Anfrage unbeantwortet lassen. Denn Du kennst Deine Zukunft nicht.

Du kannst per eMail mitteilen, dass Du und die Dich behandelnden Ärzte hoffen, in absehbarer Zeit die Arbeit wieder aufzunehmen können.
M
Frage # 917
05.05.2021 | 21:24
BAT-KF

Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst .
Frühdienst ,spätdienst und Bereitschaft Dienst.
Derzeit habe ich aufgrund von einer Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot .

Was muss der Arbeitgeber zahlen?
Das Grundgehalt? oder das Grundgehalt zzgl Zuschläge?
Da ich durch meine Schicht zulagen,Wochenende und Bereitschaft Dienste um die 500 Euro mehr im Monat verdient habe .
Im Internet steht auf verschiedenen Seiten das der Arbeit geber das Durchschnitts Gehalt der letzten 3 Monate vor Eintritt der Schwangerschaft zzgl Zuschläge zahlen muss. Mein Arbeitgeber istjedoch der Meinung, dass er nur das Grundgehalt zahlen muss.

:

Als Mutterschutzlohn wird das durchschnittliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft gezahlt. Dies gilt auch, wenn wegen dieses Verbots die Beschäftigung oder die Entlohnungsart wechselt. Beginnt das Beschäftigungsverhältnis erst nach Eintritt der Schwangerschaft, ist das durchschnittliche Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsentgelt der ersten drei Monate der Beschäftigung zu berechnen.

Zum Arbeitsentgelt zählen Grundentgelt, Zulagen, Zuschläge, Überstundenvergütung.

Der Mutterschutzlohn gilt als normaler Lohn und ist damit steuer- und sozialabgabenpflichtig.
Dein Arbeitgeber bekommt den Mutterschutzlohn zu 100 Prozent erstattet (nach dem sog. U2-Verfahren).
Mandy
Frage # 916
05.05.2021 | 18:21
BAT-KF , ? Interessenvertretung, ? Schichtarbeit

Beschäftigungsverbot.
Bekommt man das Geld inklusive Zuschläge gezahlt? So steht es jedenfalls überall im Internet, und viele bekannte in der Pflege bestätigen dies.
Da ich durch meine ständigen Bereitschaften 600 Euro im Monat mehr verdient habe .
Mein Arbeitgeber jedoch ist der Meinung, dass er mir nur das Grund Gehalt zahlen muss .

:

Schade, dass Du - trotz unserer ausdrücklichen Hinweise - nichts nichts darüber schreibst, ob Du Schichtarbeit leistest oder etwas zur Interessenvertretung. Da können wir wenig raten.
Die Schichtplan-Fibel beschränkt sich auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten.

Wir vermuten einmal ins Blaue: Das Gesundheitsamt hat über Dich eine Quarantäne nach § 30 Abs. 1 Satz 2 IfSG verhängt.
Der Arbeitgeber muss Dir die Entschädigung für den Verdienstausfall zahlen; bemessen am Arbeitsentgelt, das der Verdienstausfallentschädigung vor Abzug von Steuern und Beitragsanteilen zugrunde liegt. Also Arbeitsentgelt für die Zeit der Quarantäne, auf Nettobasis. Denn der Verdienstausfall ist in § 56 Absatz 3 Satz 1 IfSG als Nettogröße definiert.
Es gilt insofern das Entgeltausfallprinzip: Das konkret in einem bestimmten Monat entgangene Arbeitsentgelt ist Bemessungsgröße (keine Durchschnittsbildung, keine Pauschalierung, keine anderen Referenzzeiträume).
Dazu gehört auch die in dieser Spanne genau / spitz entgangene Vergütung für Überstunden, Rufbereitschaften und Bereitschaftsdienst.
Holger
Frage # 915
03.05.2021 | 14:21
IG BCE Sachsen-Anhalt Betriebsrat

Hallo! Bei mir wurde ein Schichtarbeitersyndrom diagnostiziert.
Die Ärzte im Schlaflabor sagten, daß mein Biorythmus völlig durcheinander ist. Vor 10Jahren haben wir extra ein schnell rotirendes Schichtsystem eingeführt, welches Metropolitan Rota heisst. Kann ich ein lang rotierendes Schichtsystem verlangen, damit sich der Biorythmus nicht aller 2 Tage anpassen muß? Vielen Dank.

:

Du wendest Dich an den Betriebsarzt, unterstützt durch die Befunde.
Der macht einen Vorschlag an Deinen Arbeitgeber, in Kopie an den Betriebsrat.
Gaby
Frage # 914
03.05.2021 | 09:50
AVR / MAV
Ich bin Vorsitzende der Gesamt-MAV.

Es geht um die 2 wöchentlichen Test die der Dienstgeber anbieten muss. Wir haben 3 große Abteilungen und die Handhabung ist für uns nicht nachvollziehbar unterschiedlich. In zwei Abteilungen bekommen die Mitarbeiter die Schnelltest/Eigentest Anfang des Monats ausgehändigt und können nach einer erfolgten Schulung selbst entscheiden wann sie sich testen. In der anderen Abteilung gibt es 2xwöchentlich von 8.30 - 9.30 Uhr die Möglichkeit sich unter Aufsicht selbst zu testen, ( auch diese Mitarbeiter hatten eine Unterweisung in der Durchführung der Selbsttest.) Wenn ein Mitarbeiter verhindert ist, kann er nach Absprache einen Ersatztermin machen. Den Grund für diese unterschiedliche Behandlung teilt man mir trotz Nachfrage nicht mit. Wir möchten, dass im Rahmen der Gleichbehandlung der Mitarbeiter für alle die einfachere und praktikablere Regelung gilt. Bei einem Selbsttest ist keine Beaufsichtigung vorgesehen, einen bestimmten Mitarbeiterkreis zwingt man jedoch dazu, andernfalls gibt es keinen Test. Zudem wird bei diesen Mitarbeteitern erfasst, wer sich wann mit welchem Ergebnis hat testen lassen.

:

Dein Arbeitsvertrag hat eine  AVR  in Bezug genommen. »AVR« meint Arbeitsvertragsrichtlinie; solche Richtlinien sind das Kleingedruckte für Deinen Arbeitsvertrag. Solche Richtlinien gibt es viele: AVR der Caritas - differenziert nach Anlagen, AVR.DD (früher AVR DW EKD), AVR Bayern, AVR-K, AVR KW, AVR Wue ... In jeder dieser Richtlinien finden wir andere Regeln. Wenn Du uns schreibst, was da genau bei Dir wirkt und gilt, können wir etwas raten.

Wir beschränken uns im Buch der 100 Fragen auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten. Deine Mitbestimmungsfrage gehört dann wohl zu den linkNach-Hilfe-Rufen

Die Schichtplan-Fibel beschränkt sich auch da auf Probleme und Sorgen der Beschäftigten mit Schichtplänen und Arbeitszeiten. Aus Deiner Schilderung wird Deine eigentliche Fragestellung noch nicht deutlich. Alles, was Du schilderst, ist mit Zustimmung der MAV wohl denkbar. ohne diese rechtswidrig.
Oscar
Frage # 913
01.05.2021 | 00:41
AVR Caritas (Anlage 33), MAV / MAVO

5,5 Tage/Woche laut Dienstvertrag . Müssen aber alle 14 Tage Wochenende mitarbeiten. AVR Schichtdienst / Nachtdienst

Frage 1
Haben wir nicht nach dem gearbeiteten Wochenende Anspruch auf einen freien Tag?

Frage 2
Es ist so Wenn ich am Feiertag arbeite steht keine Sollzeit drunter. Meine Stunden die ich arbeite z. B. 7,5 Stunden. Der Feiertag ist auf ein Werktag. Ich bekomme den wieder als Freizeit. Freien Tag, aber dann steht die Sollzeit 5.9 Stunden drunter. 0,0 Stunden oben. Ist das richtig?
Nach meiner Meinung habe ich ihn dann nicht wieder bekommen.
Die Nachtwache bekommt die Stunden an Feiertagen doppelt aber es werden am Feiertag 5,9 Stunden berechnet. Es wird auch nicht 3,33 Tage-Woche bei der NW gerechnet. Eigentlich gar nicht bei Teilzeitkraft die Tage Woche.

:

Arbeitgeberin und Beschäftigte haben über den Arbeitsvertrag ("Dienstvertrag") die AVR Caritas in Bezug genommen. Deren Anlage 33 regelt in § 2 Abs. 1 Satz 3 -
"Die regelmäßige Arbeitszeit kann auf fünf Tage, aus notwendigen dienstlichen oder betrieblichen Gründen auch auf sechs Tage verteilt werden."
§ 3 Absatz 3 regelt zudem -
Mitarbeiter, die regelmäßig an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen, erhalten innerhalb von zwei Wochen zwei arbeitsfreie Tage. Hiervon soll ein freier Tag auf einen Sonntag fallen."

Beide Regeln zusammen ergänzen die europäische Regel "In jedem Siebentageszeitraum (Woche) bleibt ein Rag plus Ruhezeit beschäftigungsfrei" (Artikel 31 der EU-GrundrechtsCharta; Artikel 5 der EU-Richtlinie). Sie ergänzen auch die Vorgabe nach § 6 Abs. 1 ArbZG - "nicht mehr als sieben geplante Schichten in
Eine besondere Regel zu Wochenenden findet sich hier nicht. Doch Eure Schilderung einer "5,5 Tage/Woche" ist vertragswidrig. Denn in der Jugendhilfe fehlen betrieblich notwendige Gründe für einen sechsten Arbeitstag in einer Kalenderwoche.

Alle Arbeitszeit an einem Feiertag muss der Arbeitgeber zwingend (§ 16 ArbZG) dokumentieren.

Die weiteren Fragen zu den Feiertagen können wir so nicht klären. Wir zitieren Euch daher etwas hilflos Anl. 33 § 3 Abs. 2 -
"Für Mitarbeiter, die regelmäßig nach einem Dienstplan eingesetzt werden, der Wechselschicht- oder Schichtdienst an sieben Tagen in der Woche vorsieht, vermindert sich die regelmäßige Wochenarbeitszeit um ein Fünftel der arbeitsvertraglich vereinbarten durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, wenn sie an einem gesetzlichen Feiertag, der auf einen Werktag fällt,
a) Arbeitsleistung zu erbringen haben oder
b) nicht wegen des Feiertags, sondern dienstplanmäßig nicht zur Arbeit eingeteilt sind und deswegen an anderen Tagen der Woche ihre regelmäßige Arbeitszeit erbringen müssen.
Absatz 1 gilt in diesen Fällen nicht. § 6 Abs. 1 Satz 2 Buchst. d bleibt unberührt."


Von "Sollzeit" ist da nicht die Rede. Doch in zwei Fallgestaltungen (Arbeit trotz Feiertag, Frei wegen des Plans) "vermindert sich die regelmäßige Wochenarbeitszeit" im Schichtplanturnus. Aufmerksame Vorgesetzte notieren zudem einen der freien Tage als "Feiertagsfrei", um Dir den unterm Strich zusätzlichen (dritten) freien Tag in dieser Woche erkennbar zu machen.
Sandra
Frage # 912
30.04.2021 | 17:44
AVR Caritas (Anlage 33), MAV / MAVO
ich hatte schon eine Frage gestellt, aber ich glaube es ist nicht so glücklich ausgedrückt.

Wir arbeiten in der St. Jugendhilfe und würden aus dem Team heraus gerne eine Änderung unserer Dienstzeiten beantragt. Bzw. haben wir über dem Arbeitgeber eine Änderung beantragt die ja über die MAV gehen muss.
Wir haben einmal den
Frühdienst von 6:15 bis 14:45 und an den Wochenenden von 7:45 bis 14:45
Da wäre die Änderung das wir noch einen Frühdienst hätten der von
" 9:00 Uhr bis 14:45 Uhr" gehen würde. Grund dafür ist das wir drei junge Mütter haben davon zwei Alleinerziehende die ihre Kinder nicht zuvor betreut bekommen. und nur noch im Spät oder im Nachtdienst zu arbeiten wäre weder für die Kolleginnen noch für die anderen Teammitglieder Gewinnbringend. Die beiden Kolleginnen haben eine 75% Stelle und abreiben auch weiterhin in den Spät und Nachtdiensten wenn die Kinder betreut sind.
Dadurch das der Frühdienst sich verschoben hat, würde sich wenn der SpäteFrühDienst beansprucht werden würde (was nicht die Regel ist! da dieser nur von den beiden Müttern gemacht werden würde) der Spätdienst und der Nachtdienst sich verschieben.
Es würde dann auch noch einen Spätdienst von 15:30 Uhr bis 23:55 Uhr geben . Der Spätdienst würde auf der Wohngruppe immer doppelt besetzt.
Der Nachtdienst würde sich dann ebnenfalls in diesem Fall verschieben von 23:45 Uhr bis 9:10 Uhr
Die Zeiten sind für das gesamte Team so in Ordnung und für den Dienstgeber sind diese Änderungen auch in Ordnung.

Im Februar wurde der Antrag auf eine Änderung vom Dienstgeber an die MAV gestellt. Diese hat diesen dann zuerst mündlich zugestimmt. Jedoch jetzt (20.03) nochmals abgestimmt und den Antrag abgelehnt, ohne mit den Mitarbeitern:innen aus dem Team Kontakt aufzunehmen oder nach den Gründen zu fragen.

Kenne es von anderen Einrichtungen so das die MAV einen eher ihn seinen Wünschen bei solchen Wünschen zu unterstützen.

Da die Kolleginnen ja motiviert sind zu arbeiten und das Team sie gerne unterstützt.

:

a) Ihr ladet die MAV ein in die Teamsitzung.
b) Ihr schlagt vor, dass die Betriebsparteien für bestimmte Kolleginnen weitere, besondere Schichten einrichten. Diese sollen nur für diese zulässig sein, etwa als "F Mo-Fr Christine".
c) Ihr schlagt vor, in allen Schichten auch die Pausenzeiten festzulegen.

Auf die Motivation zur Arbeit kommt es nicht an.
Doch clever ist es, deutlich zu sagen: "Wir als Team wollen das so."

myPHP Guestbook